Ich neige ja dazu, mich schnell aufzuregen. Aber gar nicht mal weil ich cholerisch veranlagt bin oder es mir Spaß machen würde. Eher bin ich der Meinung, dass man bestimmte Dinge einfach ansprechen muss. Viele Menschen würden einfach die Klappe halten, es so hinnehmen und runterschlucken, obwohl es ihnen absolut gegen den Strich geht. Aber was bringt es denn, außer vielleicht einer Diskussion aus dem Weg zu gehen!? Für diesen Moment ist es eventuell in Ordnung, doch im Grunde fühlt man sich später schlechter, weil man sich immer noch damit beschäftigt und im Innern sich wünscht, doch etwas gesagt zu haben. Und für dem Gegenüber hat es auch keinen positiven Effekt. Vielmehr denkt die Person, dass es ok ist, sich so zu benehmen und macht das ganze Leben so weiter. Das ganze Leben ist ein einziger Lerneffekt. Dabei geht es weit über dem schulischen Lernen hinaus. Das soziale Lernen ist wesentlich und findet jeden Tag statt: Meinungen austauschen, Wissen teilen, Kritik üben. Aus allem zieht man wertvolle Informationen, die einem weiter bringen, auch wenn man diese manchmal vielleicht nicht hören möchte.
Lange Rede, kurzer Sinn: besser seine Meinung äußern, als alles in sich reinfressen! Aber ich gebe auch zu, dass ich manchmal über das Ziel hinausschieße, dass ich zu emotional, zu energisch reagiere, dabei leciht aufbrausend wirke, meine Stimme etwas lauter wird und ich mit Nachdruck, meine Meinung vertrete. dadurch wirke ich für die, die mich nicht kennen, vielleicht leicht erregbar. Aber wenn man mich kennt, dann weiß man, dass ich genau so schnell wieder runterfahre, wie ich mich hochgefahren habe. Und entscheidend ist dabei auch, dass ich selbst Kritik einstecken kann, ohne beleidigt zu sein.Wer immer nur austeilen, aber nicht einstecken kann, bei dem stimmt sowieso etwas nciht…da könnte ich mich doch glatt wieder aufregen!
Hallöchen alle miteinander,
zunächst wünsch ich allen ein frohes und gesundes Jahr 2012 und hoofe dass alle Leser gut reingerutscht sind. Ich für meinen Teil auf jeden Fall.
Ihr müsst keine Angst haben, die Überschrift bezieht sich nicht auf mich, sondern auf eine Freundin, die ganz schlimmen Stress in ihrer Beziehung hat und ihr Freund ihr jetzt sogar gedroht hat sie zu verlassen.
Gestern abend rief sich mich ganz verheult an und fragst ob sie vorbei kommen könne, natürlich habe ich zugestimmt! Als sie dann da war erzählte sie mir von einem aufreibenden Telefonat mit ihrem Freund. Die beiden haben sie wohl ganz fürchterlich gestritten am Telefon und abgesehen von dem Telefonat läuft schon länger nicht merh alles rosig zwischen den beiden. In letzter Zeit ziehen sich wohl beide immer mehr aus der Beziehung zurück und gehen ihren eigenen Interessen nach. Soweit ist dass ja alles noch nicht allzu bedrohlich, wenn man aber irgendwann den Eindruck bekommt, der andere interessiert sich gar nicht mehr für einen dann ist das schon ein Alarmsignal. Naja auf jeden Fall hat der besagte Freund sich wohl geäußert, dass er Zeit bräuchte um über die Zukunft der Beziehung nachzudenken. Dass ist schon eine ganz schöne Hammeransage wenn ihr mich fragt. Ich konnte total verstehen, dass meine Freundin am Boden zerstört war und nicht wusste was sie machen soll. Und es tat mir leid, aber ich wusste leider auch gar keinen Rat. Was soll man den Leuten auch raten? Geht euch nicht so auf den Keks? Habt euch liebt? Mhnn alles nicht so super Ratschläge. Naja die Entscheidung wie es zwischen den beiden weiter geht soll wohl noch diese Woche fallen. Ich drücke ihnen die Daumen, dass sie das hinbekommen. Denn ich habe beide sehr gern.
Die FDP hat nichts, aber auch gar nichts aus den Niederlagen bei Landtagswahlen in der ersten Jahreshälfte gelernt! Vielmehr stehen sie jetzt noch schlechter da als jemals zuvor! Da hat der Wechsel des Parteivorsitz nichts gebracht, was mir schon vorher klar war!
Die Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und gerade die in Berlin haben gezeigt, dass die Liberalen am Ende sind. Wer als Partei, die sich auf die Fahnen schreibt, Wirtschaftsinteressen zu vertreten, in einer Stadt wie Berlin, die nicht nur multikulti ist, sondern auch voll ist mit großen Firmen, in denen unzählige Berliner arbeiten, weniger Stimmen als die NPD bekommt, muss am Ende sein!
Dass es in Meck-Pomm passiert, hinter der NPD zu landen, ist nicht schön, aber aufgrund der sozialen Lage nachvollziehbar. Aber in Berlin ist das eine Schande!
Und ganz ehrlich: die FDP als Koalitionspartner der CDU/CSU, als Mitglied der Regierung ist in solch einer Lage mit dem Standing in der Bevölkerung nicht mehr tragbar!!! Die beste Lösung wären sofortige Neuwahlen, denn im Moment hat das nichts mehr mit Volksvertretung zu tun!!! In einem Jahr gleich aus 5 Landesvertretungen rauszufliegen und bei zwei weiteren Wahlen nur sehr knapp und mit deutlichen Verlusten gerade so reinzurutschen, ist mehr als dürftig!
Das einzig Positiver an der Ganzen Situation: für die FDP kann es nur noch aufwärts gehen, denn schlechter geht es kaum! Zwar könnte man denken, dass der Rückfall in die Opposition auf Bundesebene nach der Wahl 2013 noch mal als Abwärtstrend gelten kann, aber wenn wir mal ehrlich sind, wäre es eigentlich ein Erfolg, denn dann wären sie zumindest mal wieder in einem Parlament vertreten! Das gelang ja in letzter Zeit nicht so gut!
Ich bin ja immer wieder interessiert und schockiert zu gleich, wenn ich sehe, was in der (politischen) Welt so alles passiert. Da überschlagen sich die Ereignisse und man weiß gar nicht, was jetzt schlimmer ist und wovor man mehr Angst haben sollte.
Da verübt in Norwegen ein einziger zutiefst verstörter und kranker Mann rechtsextremistisch motiviert eine so unglaublich schreckliche Tat, bei der mehr als 70 Menschen sterben, und schon wird das Geschrei wieder laut, dass man doch mehr gegen Rechtsextreme und ihre Gesinnung tun müsse. Schon wird in Deutschland wieder über ein NPD-Verbotsverfahren nachgedacht, obwohl dies schon mehrfach gescheitert ist und zum Teil durch eigene V-Männer torpediert wurde. Schon wird wieder die Angst der eigenen Bevölkerung geschürt, in dem hinterfragt wird, ob so etwas auch in Deutschland passieren könnte! Natürlich kann das passieren! Jederzeit und überall! Da nutzen auch Verbote nicht viel, sondern bringen er noch mehr Motivation für die falschen Taten der falschen Leute!
Während man mit Norwegen trauert und die nukleare Katastrophe in Japan schon wieder fast vergessen hat, steht die größte Weltmacht vor den finanziellen Trümmern ihrer Politik und macht damit nicht nur den US-Einwohnern Sorgen, sondern bringt den gesamten Weltwirtschaftsmarkt ins Wanken. Das ein Kompromiss jetzt gefunden scheint, trügt über die katastrophale Situation hinweg und wird nur für eine kurze Zeit standhalten, aber auf keinen Fall eine Rettung bringen! Aber was soll man sagen: wer Muliti-Milliarden Dollar für Kriege auf der ganzen Welt ausgibt, muss sich nicht wundern, wenn das Konto im Minus ist!
Ich will damit nicht sagen, dass manche auch militärische Aktionen nicht zwingend nötig sind, aber man sollte immer wissen, wo die Grenzen sind und was realistisch ist! Und irgendwann sollte jede Regierung vor allem an die eigene Bevölkerung denken, bevor man sich um andere kümmert!
Ich finde es immer wieder faszinierend, wie sich die Damen und Herren in der Politik die Taschen voll hauen. Wie sie diskutieren und sich profilieren, gegen die Koaltion und/oder Opptsition schimpfen, sich versuchen gegenseitig schlecht aussehen zu lassen, um selbst besser dazustehen. Wenn es nicht so lustig wäre, müsste man eigentlich weinen, weil es so scheint, als ob gerade den Bundespolitikern nichts mehr interessiert als die eigene Macht und Machterhaltung. Und das alles nicht nur auf Kosten der politischen Gegenspieler sondern im Wesentlichen auf Kosten der Bevölkerung, die aber auch kaum was dagegen tut und tun kann. Denn welche Wahl hat das Volk den wirklich bei jeder Wahl? Pest oder Cholera? Stilles Wasser oder Leitungswasser? Topfkuchen oder Blechkuchen? Der fade Beigeschmack bleibt jedenfalls in der Regel gleich!
So brauch man sich auch nicht wundern, dass sich immer wieder vieles ändert, meist aber nichts Neues oder Besseres kommt, sondern nur wieder zurückgerudert wird und eine alte Sache neu aufgewärmt wird!
Bestes Beispiel stellt die aktuelle Atomdebatte und der nun beschlossene Atomausstieg dar, dem man schon unter Rot/Grün vor 10 Jahren hätte haben können. Die Laufzeit der Atomkraftwerke zu verlängern, nachdem sie in von der damaligen Regierung verkürzt wurde, war ja schon ein Frechheit. Aber dann diese wieder zurückzunehmen (wenn auch aus gutem Grund und einer Katastrophe geschuldet) und zu behaupten, dass das ja sowieso so geplant war, ist der Gipfel der Dreistigkeit! Und sich dann auch noch damit präsentieren und sich dafür feiern zu lassen, ist kaum noch zu überbieten. Da fragt man sich doch wirklich, ob die Damen und Herren an der Macht wirklich denken, dass das Volk so dumm ist, dass es das nicht mitbekommt!
Jedes mal wenn ich beim Einkauf bin, dann frage ich mich, was sich die Nahrungsmittelindustrie eigentlich so denkt, wenn sie bestimmte Produkte auf den Markt bringt. Ohne irgendwelche Namen nennen zu wollen, gehören oft auch namenhafte Hersteller zu denen, die einfach nur Profit machen wollen, ohne an die Verbraucher zu denken. Davon ab, dass Essen in weiten Teilen Geschmacksache ist und der eine lieber Tomaten und der andere lieber Gurken ist. Der eine nur Bio-Produkte kauft und der andere sich nur von Tiefkühlpizza ernährt. Das muss jeder selber wissen und für sich entscheiden. Aber egal, wer was mag und was bevorzugt, abgezockt wird man überall und egal ob Bio oder nicht!!!
Das uns bestimmt die Hälfte (positiv geschätzt) der Hersteller zur Euro-Umstellung das Geld aus den Taschen gezogen hat, in dem wenn nicht eins zu eins dann aber bestimmt eins zu anderthalb umgerechnet worden ist, statt den wirklichen Umrechnungskurs anzuwenden, ist nicht neu, aber schon lange her und kaum noch im Gedächtnis der Menschen. Mittlerweile erscheinen einen die Preise normal, so wie sie sind.
Aber die neuste Masche ist wirklich die Krönung: da werden, von der Europäischen Union unterstützt, jetzt einfach die Packungen kleiner und der Preis bleibt gleich. Das ganze wird dann auch noch mit “verbesserten Rezepturen” oder “neuem Design” kaschiert, um die Kunden zu blenden und abzuziehen. Und kaum einer merkt es. Ich bin nicht dafür, dass der Staat zu viel in die freie Wirtschaft eingreifen soll und zu viel regeln soll, aber so wie es zur Zeit ist, ist der Verbraucher ausgeliefert und kann bestimmte Hersteller nur durch “Nichtkaufen” abstrafen. Aber wenn es jeder macht, was soll man dann kaufen?! Von Luft und Liebe kann man leider immer noch nicht leben!
Oh man die FDP, so langsam kann einem diese Partei auch Leid tun. Nicht das man mich falsch versteht. Ich bin absolut kein FDP-Wähler. Noch habe oder werde ich jemals mit Guido Westerwelle sympatisieren. Aber so was wünscht man doch irgendwie niemanden.
Vergessen sind all die Leistungen, die man erreicht hat, vergessen sind die besten Wahlerfolge, die man je hatte und was bleibt sind Spott und Missachtung. Noch von einigen Jahren war der Guido der Retter der FDP, das Aushängeschild der Liberalen. Und was ist er nun? Er wirkt wie ein gebrochener Mann, der von seinen Parteifreunden im Stich gelassen wird und der alles, was schlecht gelaufen ist, auf sich nehmen muss und dafür die Konsequenz tragen muss.
Aber wenn man ehrlich ist, haben es die Liberalen und Westerwelle vorne weg selber zu verantworten. Wenn man nur an die letzte Bundestagswahl zurückdenkt und an die Wahlversprechen der FDP: Steuersenkungen!!! Klar war schon immer, das die FDP nicht viel kann/will außer Wirtschaftspolitik. Und dass man mit Steuersenkungen Politik machen kann, ist unbestritten. Wer will denn nicht weniger Steuern zahlen? Ich würde schon gerne mehr Netto vom Brutto in der Tasche haben. Nur leider wurde mal wieder mehr versprochen, als gehalten wurde. Als wenn das nicht schon vorher klar war. Man könnte das erbitterte Pochen der FDP auf Steuersenkungen, die unbedingt im Koalitionsvertrag mit aufgenommen werden sollten, ja positiv bewerten, aber dass das nur für die öffentliche Wahrnehmung geschehen ist, ist selbsterklärend.
Und die aberwitzige steuerliche Begünstigung für das Hotelgewerbe hat das nicht nur das Fass zum Überlaufen gebracht, sondern hat mal wieder beweisen, auf was es den Liberalen ankommt: Streicheleinheiten für die Wirtschaftslobby! Da könnte man gleich zur Atomlobby übergehen, aber das würde den Rahmen sprengen.
Die letzten Ergebnisse der Landtagswahlen hat gezeigt: die FDP ist am Ende. Ob der Abgesang auf Guido zu spät kam…wahrscheinlich! Ob der designierte neue Parteichef Rösler es besser machen wird…unwahrscheinlich! Man darf gespannt sein.
Momentan lese ich übrigens eines der meist diskutieren Bücher der vergangenen Tage. Nach all den Debatten, der Kritik und der Streitbarkeit dieses Buchs und der Thesen des Autors habe ich mich entschlossen, dass ich es mir auch zulegen müsste, um in der Debatte richtig mitreden zu können, aber auch, weil in diesem Buch viele wichtige Themen behandelt werden, die auch mich interessieren. Also besorgte ich mir vor zwei Wochen Thilo Sarazzins „Deutschland schafft sich ab“.
Nach der Hälfte des Buches, die ich nun bisher bewältigt habe, muss ich sagen, dass Sarazzin mit vielen seiner Analysen und Bestandsaufnahmen tatsächlich die brennenden Punkte im deutschen Bildungswesen aufzeigt. Allerdings stimme ich den meisten Kritikern insofern zu, dass ich viele seiner Thesen wie auch Schlussfolgerungen, die er aus seinen Analysen ableitet, nicht nachvollziehen kann. Wenn man sein Buch von der Prämisse aus betrachtet, die deutsche Gesellschaft sei besonders wertvoll – oder gar wertvoller als andere Gesellschaften – dann kann man seine Thesen zumindest rein logisch nachvollziehen. Ich will mir hier jetzt aber gar nicht darüber auslassen, wie verwerflich oder gefährlich ich diese These finden, vielmehr will ich auf die Probleme aufmerksam machen, die Sarazzin richtig und treffend analysiert.
Dazu zähle ich insbesondere die Schwäche im deutschen Schulsystem. Für mich – wie auch für Sarazzin – liegt diese Schwäche in zwei grundlegenden Problemfeldern zu ergründen: Der deutsche Föderalismus bedingt eine unglaubliche Vielzahl von verschiedenen Schulsystem, die Durchlässigkeit wie Vergleichbarkeit kaum möglich machen. In welchem anderen, hoch entwickelten Land der Welt herrschen in diesem Bereich derartige Unzulänglichkeiten vor? Gerade ein Land, dessen einzige Ressource Wissen und Technologie ist, darf diesen Sektor nicht sträflich vernachlässigen. Denn das deutsche Bildungssystem ist zudem ein zutiefst sozial segregierendes, welches kaum sozialen Aufstieg ermöglicht oder gar fördert. Soziale Muster blieben so festgezurrt und die Idee der höchstmöglichen Gerechtigkeit in einem Staat bleibt so leider weiterhin nicht mehr als eine Utopie.
Heute befasse ich mich mal mit einem Thema, das bestimmt jedem zweiten mächtig stinkt: Die Zusatzbeiträge der Krankenkassen!
Ohne jede Frage kann man sagen, dass das deutsche Gesundheitssystem grundsätzlich ein gutes System ist. Wenn man sich das in den USA anschaut, dann kann und muss man froh sein, dass wir in so einem System leben, aber wie es immer so ist, man hat immer was zu jammern. Auch wenn das zum Teil Jammern auf hohem Niveau ist! Dennoch muss man sich nicht mit bestimmten Gegebenheiten zufrieden geben und das so akzeptieren ohne es zu hinterfragen. Und da stellt sich für mich die erste Frage: Was bringen die Zusatzbeiträge tatsächlich? Und warum hat man nichts davon?
Ich stelle mir unter einen Zusatzbeitrag einen Beitrag vor, der geleistet wird, um für die Versicherten etwas zusätzliches zu bringen. Und nicht um die Kassen der Versicherungen aufzufüllen. Ich finde es eine Frechheit, dass hart arbeitende Menschen, für die Schulden von Krankenkassen aufkommen müssen, die es nicht hinbekommen ihre Personalkosten im Gleichgewicht zu halten. Ich will mir nicht anmaßen die Personalstrukturen im Detail zu kennen, aber es ist ja nichts neues, das öffentliche Träger immer mehr Personal als nötig haben und das auf Kosten der Versicherungsnehmer.
Und das seit dem Jahreswechsel die Grenzen für einen Zusatzbeitrag nicht mehr begrenzt sind, ist eine absolute Frechheit. Auch wenn ich noch nichts davon gehört habe, dass eine Krankenverswicherung diese Unbegrenztheit ausgenutzt hat, ist es doch sehr bedenklich, so ausgeliefert zu sein!
Noch scheint es durch das anhaltende Wirtschaftswachstum nicht nötig zu sein, die Zusatzbeiträge zu erhöhen, aber das kann sich schnell ändern und dann geht das große Wechselkarussell wieder los!
Jetzt aber, jetzt erzähl ich euch von Frau Fuchs. Jetzt kann ich auch noch mehr sagen, schliesslich kenne ich sie jtzt schon zwei Wochen länger. Also, wie gesagt sie ist Ende 70 und wohnt erst seit kurzem bei uns. Ihr Mann ist vor drei Jahren schon gestorben, er hatte Parkinson. In den letzten Jahren haben sich dann ihre Tocher und ihr Schwiegersohn um sie gekümmert, das schaffen sie aber jetzt nicht mehr.
Das glaube ich gerne, Frau Fuchs ist nämlich alles andere als eine einfache Patientin. Bei ihr ist die Alzheimer Krankheit schon so schlimm dass sie ganz oft vergisst wer sie ist. Das sind dann die Momente wo sie in ihrem Zimmer steht und ihr Spiegelbild mit einem Krückstock verprügelt. Gott sei Dank haben wir hie a nur solche Plastikspiegel, passieren kann also nichts schlimmes. Zu beruhigen ist sie dann eigentlich nicht, nur mit Scokolade kann man sie ablenken. Das war der Trick von ihrer Tochter, deswegen ist Frau Fuchs auch schon ganz schön dick geworden in den letzten Monaten.
In anderen Momenten kommt sie mit sich selbst ganz gut zurecht, dann hat sie nur was gegen andere Leute, und ganz besonders was gegen Leute mit weißen Oberteilen. Auf uns Pflerger und Pflegerinnen hat sie es dann abgesehenen, da muss man richtig aufpassen.Frau Fuchs ist nämlich zwar dick, aber auch ganzschön schnell dabei. Sie kommt dann immer angepest wie eine wilde Sau und haut mit dem Krückstück in der gegend rum, am liebsten genau gegen den Knöchel. Das zwiebelt natürlich ganz schön, Kraft hat sie noch.
Ja, das ist also Frau Fuchs. Vielleicht gibt es in der nächsten Zeit noch ein paar Geschichten mehr von ihr, mal sehen wie sie sich so benehmen wird hier bei uns.